Unterschriften für das Schwimmbad Obertsrot

Der Förderverein des Schwimmbads Obertsrot hat gestern an Bürgermeister Dieter Knittel einen Aktenordner mit den Unterschriften von etwas mehr als 1200 Personen überreicht, die sich für die Sanierung und den langfristigen Erhalt des Obertsroter Freibads aussprechen. Die zweite Vorsitzende des Fördervereins, Heidi Fellmoser, die zusammen mit Vorstandsmitglied Gabi Klumpp die Listen übergab, erklärte, dass diese Zahlen für sich sprächen. Sie betonte, dass sich neben zahlreichen Einwohnern aus Gernsbach auch Bürger aus dem Umland, so aus Baden-Baden, Gaggenau und Forbach, der Petition angeschlossen hätten, weil diese insbesondere das 50-Meter-Becken als großzügige Schwimmgelegenheit schätzten. Auch den Schulen komme das Obertsroter Bad mit seinen Möglichkeiten sehr entgegen. Mit der Sammlung der Unterschriften war im Vorfeld einer Informationsveranstaltung der Schwimmbadinitiative am 27. Januar im Kirchl begonnen worden. Nicht in die Listen Eingang fanden laut Fellmoser "mehrere Hundert" weitere Unterstützer-Bekundungen, die den Verein über die Facebook-Seite und per E-Mail erreichten. Die Angabe von rund 2000 Unterschriften, die in dem Bericht über den Informationsabend gemacht worden war, hatte auf einem Zahlendreher beruht (1907 statt 1097). Knittel, der sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich gegen eine Sanierung des Stadtteilbads ausgesprochen hatte, meinte nun gegenüber den Vertreterinnen des Fördervereins, dass sich die Dinge in die Richtung entwickelten, "die Sie sich wünschen". Er nannte in diesem Zusammenhang den gemeinsamen Antrag der drei Stadtratsfraktionen zugunsten der Aufnahme von entsprechenden Investitionsmitteln in den Haushalt ein "richtungsweisendes Signal". Er sei weder nachtragend noch jemandem gram. Die Mehrheit entscheide, sagte er mit Blick auf die Haushaltsdebat te im Gemeinderat am 16. März.

Knittel betonte allerdings auch, dass das finanzielle Engagement für die Schwimmbäder Auswirkungen auf andere Bereiche haben werde: "Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden." Es stünden auf der Agenda von Bürgermeister und Gemeinderat noch ganz andere Dinge, die wichtig seien. Hier müsse nun "neu priorisiert" werden.


Text: Wolfgang Froese

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